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Pferdefotografie Bildbearbeitung

Bildbearbeitung in der Pferdefotografie

Welche Rolle spielt eigentlich die Bildbearbeitung in der Pferdefotografie?

Meiner Meinung nach ist die Bildbearbeitung zurecht ein sehr wichtiger und nicht mehr wegzudenkender Arbeitsschritt. Während bei der Landschaftsfotografie oder auch in vielen anderen Sparten der Fotografie flexibel nach tollen Locations und Hintergründen gesucht werden kann, muss man  im Bereich der Pferdefotografie sicherheitsbedingt oft einige Einschnitte vernehmen. So finden die meisten Shootings auf einer Wiese am Pferdestall statt, sicher eingezäunt oder aber das Pferd ist mit Strick und Halfter gesichert. Denn die Sicherheit sollte immer ganz oben stehen. Alleine dadurch entstehen allerdings bei fast allen Shootings mit Pferden bereits einige Störende Objekte (Zäune, Halfter, Stallgebäude usw.) die es zu entfernen und retuschieren heißt. Das Anpassen von Licht und Schatten, sowie der Farben spielt ebenfalls eine große Rolle, da man immer auf das natürliche Licht angewiesen ist. Alleine dadurch ist man gezwungen die Bilder im Nachgang oft mit der Bildbearbeitung aufzuhellen und die Luminanzen anzupassen. Den eigenen persönlichen Bildstil und die Vorliebe des Fotografen in die Bild Bearbeitung mit einfließen zu lassen, rückt angesichts dieser Punkte schon fast in den Hintergrund.

Bildbearbeitung Pferdebild

Die Bildbearbeitung wird beeinflusst von...

Equipment und Art zu Fotografieren

Die Bildbearbeitung wird als erstes einmal von deiner Art zu Fotografieren beeinflusst. Je nachdem in welchen Einstellungen du fotografierst, was du für eine Ausrüstung hast, und wie du bereits während des Fotografierens auf Details und Bildkomposition achtest, verändert sich der Umfang und die Art und Weise deiner BIldbearbeitung.

Software

Es gibt verschiedenen Programme, die du für die Bildbearbeitung nutzen kannst. Je nachdem welches Programm du nutzt, wird sich auch deine Art deine Pferdebilder zu bearbeiten, verändern. Auch der Umfang deiner Bildbearbeitung wird hierdurch beeinflusst.

Bildstil

Dein Bildstil, deine Vorliebe für Farbe und Licht und das, was du mit dem Bild ausdrücken und darstellen möchten ist letztendlich der letze Punkt, der deine Bildbearbeitung in der Pferdefotografie maßgeblich beeinflusst. Hier entscheidest du wie dein Bild am Ende aussehen soll und du legst den Fokus auf das, was dir persönlich am wichtigsten ist.

Warum bearbeite ich meine Pferdebilder?

Mit meiner Bildbearbeitung möchte ich vor allem meinen eigenen Bildstil weiter herausarbeiten. Ich lege den Fokus bei der Fotografie meiner Pferdebilder auf ganz bestimmte Dinge. Bei jedem Motiv kann dies etwas anderes sein. Mal sind es nur kleine Details, wie Berührungen, manchmal soll auch die gesamte Umgebung und der Hintergrund mit im Fokus stehen.. eines haben all meine Pferdebilder allerdings gemeinsam: Den Charakter des Pferdes so frei und echt darstellen wie möglich und die Beziehung zwischen Mensch und Pferd in den Mittelpunkt stellen. 

Um diese Werte besser herauszuarbeiten nutze ich die Bildbearbeitung. Denn diese erlaubt es mir genau diese Details herauszuarbeiten, und das Auge direkt auf die Dinge zu lenken, die mir wichtig sind. Ich möchte dir hier ein wenig mehr darüber erzählen, wie und warum ich meine Pferdebilder bearbeite. Zudem möchte ich mit meinen Bildern etwas ganz bestimmtes ausdrücken. Ich möchte den Fokus auf die Emotionen legen und ein einheitlicher BIldstil hilft mir und meinen Kunden dabei, die gewünschten Emotionen wahrzunehmen und zu erkennen.

Welche Software und Bildbearbeitungsprogramme nutze ich?  

Für die Bildbearbeitung meiner Pferdebilder nutze ich ausschließlich die kostenpflichtigen Programme Adobe Photoshop und Adobe Lightroom.

Dabei nutze ich Adobe Lightroom vor allem, um die Bildauswahlen meiner Pferdebilder zu erstellen, diese zu Sortieren und zu Verwalten und, um die erste Entwicklung und Grundoptimierung meiner Pferdebilder durchzuführen.

 

Bei meinen Shootings entstehen ungefähr 800-1500 Pferdebilder. Diese werden nach dem Shooting erst einmal in Adobe Lightroom transferiert und dort sortiert. Wie ich dabei genau vorgehe, welche Einstellungen ich in Adobe Lightroom vorgenommen habe und wie ich meinen Bildkatalog genau ordne und verwalte, lernst du in meinem Video-Training oder bringe ich dir gerne auch persönlich in einem 1:1 personal Coaching näher. 

Die weitere und ausführliche Retusche nehme ich anschließend in Adobe Photoshop vor. Hier werden störende Elemente aus dem Pferdebild entfernt, durch Dodge&Burn den Fokus auf die Lichter und Schatten verdeutlicht, um den Pferdebildern mehr Tiefe zu verleihen und das Fell, sowie die Haut gesäubert und optimiert. Ich versuche bei meiner Bildbearbeitung allerdings stets möglichst natürlich vorzugehen. Zwar wird jedes Bild auf meinen persönlich entwickelten Bildstil angepasst, trotzdem sollen die Bilder nicht zu sehr verändert werden. 

Bildbearbeitung Pferdefotografie vorher nachher

1

Farbanpassung

2

Belichtungsoptimierung

3

Angleichen an den eigenen Bildstil

Fell-und Hautretusche

4

Entfernung störender Elemente

5

Mehr Tiefe durch Dodge&Burn

6

"Durch die Bildbearbeitung wird ein Bild zum Kunstwerk."

Die Bildbearbeitung der Pferdebilder ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Es sollen nicht nur einfach gemachte Fotografien sein. Jedes einzelne meiner Pferdebilder enthält ganz viel Herz und Liebe, die ich zu diesen wunderschönen Tieren und der Fotografie teile. Ich möchte mit meinen Bildern einen ganz bestimmten Bildstil erzeugen, ein Gefühl übermitteln, das sowohl Pferd, als auch Mensch in genau diesen eingefrorenen Moment gelebt und erlebt haben. 

Daher ist die Fotografie für mich nicht "nur" ein Handwerk, sondern auch eine echte Kunstform. Durch das Bearbeiten der Pferdebilder entsteht dabei eine ganz eigene und persönliche Handschrift des Fotografens, durch die jedes Foto zum Kunstwerk wird. 

 

Wie bearbeite ich meine Pferdebilder?

Du möchtest wissen worauf ich bei der Bildbearbeitung meiner Pferdebilder genau achte und deinen eigenen Bildstil zu herauszuarbeiten?

In meinen Videotrainings zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine Pferdebilder effizient und nachhaltig bearbeiten kannst, sodass am Ende ein natürliches und authentisches Ergebnis entsteht. Außerdem zeige ich dir meine Entwicklung und was du aus meinen Erfahrungen und Erkenntnissen lernen kannst, um schon bald ein eigenes Gespür für die Pferdefotografie zu erlangen und deinen eigenen Bildstil herausarbeiten kannst.

Hier siehst du einige Vorher-und Nachher-Entwicklung meiner Pferdebilder. Von der RAW-Datei, über die Bildoptimierung in Adobe Lightroom, bis hin zur finalen Retusche und Bildbearbeitung in Adobe Photoshop. Wenn auch du lernen möchtest, wie ich meine Pferdebilder bearbeite, dann melde dich gerne ganz unverbindlich bei mir, oder schaue in meinem Shop vorbei.

RAW-Datei

nach Adobe Lightroom

nach Adobe Photoshop

Bildbearbeitung Friese

RAW-Datei

Bildbearbeitung schwarzes Pferd

RAW-Datei

Bildbearbeitung Pferd im Meer
Bildbearbeitung Pferdefotografie

nach Adobe Lightroom

Adobe Lightroom Pferd

nach Adobe Lightroom

Pferdebild im Meer Bildbearbeitung
Bildbearebitung Pferdebild

nach Adobe Photoshop

Bildbearbeitung Pferdebild Photoshop

nach Adobe Photoshop

Schimmel Bildbearbeitung

Speedretusche

 

Als Beispiel, wie ich bei der Bildbearbeitung sowohl in Adobe Lightroom, als auch in Adobe Photoshop vorgehe, habe ich hier einmal die Retusche eines meiner Pferdebilder als Speedretusche aufgenommen. Die Geschwindigkeit ist hier um ein 1000- faches erhöht. So schnell geht es also leider nicht mit der Bildbearbeitung deines Pferdebildes. Aber du erhältst einen kleinen Eindruck davon, in welcher Reihenfolge ich vorgehe, und wie die Bildbearbeitung bei mir aussieht.

Speedretusche Adobe Lightroom

Speedretusche Adobe Photoshop

Du siehst also, das das Bearbeiten meiner Pferdebilder nicht nur das Entfernen störender Objekte im Hintergrund des Pferdebildes ist, sondern das Herausarbeiten des Motivs, mit dem Ziel ein harmonisches und Farblich ansprechendes Bild zu erreichen. Dabei nutze ich beim Bearbeiten der Bilder alle möglichen Werkzeuge, um den Fokus auf die Emotionen im Bild zu legen. Denn der erste Blick soll bei meinen Bildern nicht etwas auf den schönen Ausblick im Hintergrund oder die tolle Fellfarbe des Pferdes fallen, sondern auf die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Dies schaffe ich vor allem mit gezielten Setzen von Licht und Schatten. Auch wenn die Grundlagen für das Ergebnis beim Shooting und dem Fotografieren selbst gesetzt werden, bei der Auswahl der Posen, der Wahl des Outfits und Location... Das Bearbeiten der Pferdebilder ermöglicht es mir auch im Nachhinein durch die Programme Adobe Photoshop und Adobe Lightroom, den Fokus zu verdeutlichen und das Farbkonzept der Bilder so anzupassen, dass ein rundum gelungenes und harmonisches Bild entsteht. ​

 

Video Trainings und Coachings im Bereich Pferdefotografie
 
Schwerpunkt Bildbearbeitung

 

Genau zu diesem Thema findest du in meinem Shop einige Video Trainings, die sowohl für Fortgeschrittene als auch für Anfänger geeignet sind. Je nach Video erkläre ich dir Schritt für Schritt wie ich bei meine Pferdebilder bearbeite. Anhand mehrerer Beispiele zeige ich dir zum einen kurze Bildoptimierungen, aber auch ausführliche Retuschen und Bildbearbeitungen, bei denen ich auf mögliche Schwierigkeiten und komplexere Arbeiten eingehe. Du lernst die verschiedenen Werkzeuge kennen, mit denen ich meine Bilder bearbeite und natürlich auch einiges an allgemeinen Hintergrundwissen zum Thema Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom und Adobe Photoshop. Du möchtest mehr darüber erfahren? Schau gerne in meinem Shop vorbei oder schreibe mir eine unverbindliche Anfrage zu einem 1:1 personal Coaching. 
 

Meine Entwicklung

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und auch ich selbst würde mich noch lange nicht als Meister der Bildbearbeitung bezeichnen. Als ich 2018 mit der Pferdefotografie begonnen habe, war mein Ziel eigentlich nur meine Liebe zur Fotografie mit der zu den Pferden zu verbinden. Ich knipste fröhlich drauf los, ohne mir so wirklich Gedanken darüber zu machen, was ich mit meinen Pferdebildern eigentlich ausdrücken oder bezwecken wollte. Klar war, ich wollte die Beziehung zwischen Pferden und ihren Menschen festhalten. Ich wusste auch, welche Art von Pferdebildern mir gefallen und welche eher nicht meinem Stil entsprachen. Durch das Durchschauen vieler Portfolien von anderen Pferdefotografen und durch viel Üben, entwickelte ich schließlich meinen eigenen Stil. Ich lernte worauf es bei der Pferdefotografie und der Bildbearbeitung wirklich ankommt. Welche Fehler es zu vermeiden gilt und worauf man bereits während des Shootings mit den Pferden selbst achten sollte, um bei der anschließenden Bildbearebitung weniger Schwierigkeiten zu haben. Zusätzlich zum eigenen Üben und Ausprobieren, habe ich an Coachings und Video-Trainings von anderen, beriets sehr erfahrenen Pferdefotografen teilgenommen. Dadurch habe ich meine Fähigkeiten noch einmal stark verbessern können und machte einen riesen Schritt nach vorne. Meine Entwicklung ist natürlich noch nicht abgeschlossen, denn besonders die Bildbearbeitung entwickelt sich immer stetig weiter. Man sollte sich daher auch immer weiterbilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Und natürlich entwickelt sich auch der eigene Stil und Geschmack weiter. Man wird sicherer im Bearbeiten der Pferdebilder, traut sich mehr zu, probiert mehr und auch neues aus. Und genau so sollte es auch sein. Die Entwicklung ist nie abgeschlossen.. bleibe immer offen für neues und verschließe dich auch selbst nach Jahren der erfolgreichen Fotografie, nicht davor von anderen zu lernen und dein Wissen zu erweitern.

Mehr zu meiner Entwicklung, die ich über die Jahre gemacht habe, und wie auch du dich mit deinen Pferdebildern stets weiterentwickeln kannst, liest du HIER.

Beginn meiner Reise im Jahr 2018

Pferdebild Bildbearbeitung früher

Mein Stand im Jahr 2024: echte Emotionen

Pferdebild Bildbearbeitung heute

... und noch immer nicht am Ende

Die Bildbearbeitung ist ein unverzichtbarer Teil der Pferdefotografie und bietet dir die Möglichkeit, deinen Bildern das gewisse Etwas zu verleihen. Sie ist keine bloße Reparaturwerkstatt für Fehler, sondern ein kreativer Prozess, mit dem du die Magie eines Moments unterstreichen kannst. Pferde haben eine einzigartige Ausstrahlung, die durch gezielte Nachbearbeitung noch stärker zur Geltung kommt. Doch wie nähert man sich diesem Thema, ohne sich in unnötig komplizierten Details zu verlieren? Lass uns gemeinsam eintauchen und entdecken, wie du die Bildbearbeitung für deine Pferdefotografie meistern kannst.

Die wichtigste Grundlage für die Bildbearbeitung ist es, zu verstehen, warum sie überhaupt so essenziell ist. Wenn du Pferde fotografierst, arbeitest du oft unter unvorhersehbaren Bedingungen. Das Wetter spielt selten perfekt mit, die Lichtverhältnisse ändern sich schnell, und selbst wenn die Location gut gewählt ist, gibt es oft kleine Details im Hintergrund, die ablenken. Ein Zaun, der die Harmonie stört, oder ein Schatten, der die Details im Gesicht des Pferdes verdeckt – all das sind Herausforderungen, die du mit der Nachbearbeitung lösen kannst. Dabei geht es nicht darum, ein Bild völlig zu verändern, sondern die Stimmung, die du beim Fotografieren gespürt hast, authentisch zu verstärken.

Wenn du ein Bild öffnest, startest du in der Regel mit den Grundkorrekturen. Dazu gehören Anpassungen von Belichtung, Kontrast und Farben. Diese drei Aspekte bilden das Fundament für ein gelungenes Bild. Besonders in der Pferdefotografie ist es wichtig, die natürliche Schönheit des Pferdes hervorzuheben. Die Augen sollen lebendig wirken, das Fell detailliert und glänzend erscheinen. Dabei ist es entscheidend, dass die Farben natürlich bleiben. Es ist leicht, mit den Reglern zu übertreiben, doch dies führt oft zu unnatürlichen Ergebnissen, die dem Bild die Authentizität nehmen. Eine stimmige Grundbearbeitung sorgt dafür, dass das Bild harmonisch wirkt und das Pferd im Fokus steht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Bildbearbeitung ist das Entfernen störender Elemente. Vielleicht hast du beim Fotografieren einen perfekten Moment eingefangen, doch im Hintergrund ist eine Ecke des Paddocks zu sehen oder ein unschöner Lichtreflex lenkt vom Motiv ab. Mit den richtigen Werkzeugen kannst du solche Störungen beseitigen und die Bildwirkung deutlich verbessern. Besonders bei der Retusche gilt: Weniger ist mehr. Ziel ist es, dass die Bearbeitung nicht auffällt, sondern das Bild so wirkt, als wäre es schon beim Fotografieren perfekt gewesen. Dabei geht es nicht um Perfektionismus, sondern darum, den Blick des Betrachters auf das Wesentliche zu lenken.

Sobald die Grundkorrekturen und Retuschen abgeschlossen sind, kannst du dich den Details widmen. In der Pferdefotografie lohnt es sich, die Augen des Pferdes besonders zu betonen. Sie sind der emotionale Anker eines Bildes und verleihen ihm Tiefe und Ausdruck. Gleichzeitig solltest du darauf achten, dass die Fellstruktur gut sichtbar bleibt. Hierfür eignen sich gezielte Schärfungswerkzeuge, die sparsam eingesetzt werden sollten. Ein Bild, das zu stark geschärft wurde, wirkt schnell künstlich, und die natürliche Eleganz des Pferdes geht verloren. Dein Ziel sollte es sein, die Feinheiten dezent hervorzuheben und das Gesamtbild harmonisch wirken zu lassen.

Die Bildbearbeitung gibt dir außerdem die Möglichkeit, die Atmosphäre deines Fotos zu verstärken. Ein stimmungsvoller Farblook kann das Bild emotional aufladen und den Betrachter in seinen Bann ziehen. In der Pferdefotografie werden häufig warme Farben verwendet, um eine freundliche und einladende Stimmung zu erzeugen. Wenn du hingegen eine ruhige und verträumte Wirkung erzielen möchtest, kannst du auch mit kühlen Tönen arbeiten. Es ist wichtig, dass der Look zum Motiv und zur Geschichte des Bildes passt. Ein stimmiger Farblook kann deinem Bild eine ganz besondere Note verleihen, ohne dass es überladen wirkt.

Natürlich ist es verlockend, alle Werkzeuge und Effekte auszuprobieren, die dir in der Bildbearbeitung zur Verfügung stehen. Doch hier ist Vorsicht geboten. Überbearbeitung ist einer der häufigsten Fehler, den vor allem Einsteiger machen. Übertriebene Farben, unnatürliche Kontraste oder eine zu starke Schärfe lassen ein Bild schnell unecht wirken. Ein gutes Bild zeichnet sich dadurch aus, dass die Bearbeitung unauffällig bleibt und die Natürlichkeit des Motivs bewahrt wird. Besonders wichtig ist dies in der Pferdefotografie, da Pferde eine zeitlose Eleganz besitzen, die nicht durch künstliche Effekte verfälscht werden sollte.

Wenn du dich fragst, welche Programme sich für die Bildbearbeitung am besten eignen, wirst du schnell auf Adobe Lightroom und Photoshop stoßen. Beide Programme sind in der professionellen Fotografie weit verbreitet und bieten dir zahlreiche Möglichkeiten, deine Bilder zu optimieren. Lightroom eignet sich hervorragend für die Grundbearbeitung und das Bearbeiten ganzer Fotoserien, da es dir erlaubt, Einstellungen wie Belichtung und Farben auf mehrere Bilder gleichzeitig anzuwenden. Photoshop hingegen ist ideal, wenn es um präzise Retuschen oder aufwendige Anpassungen geht. Hier kannst du störende Elemente entfernen, komplexe Farbanpassungen vornehmen oder kreative Effekte einfügen, um deinem Bild eine besondere Note zu verleihen.

Die Bildbearbeitung kann gerade am Anfang zeitaufwendig wirken, doch mit etwas Übung wirst du immer effizienter. Wenn du regelmäßig mit den gleichen Kameraeinstellungen fotografierst, kannst du dir Presets erstellen, die dir die Grundbearbeitung erleichtern. Diese Voreinstellungen kannst du immer wieder verwenden und anpassen, sodass du bei der Nachbearbeitung viel Zeit sparst. Außerdem lohnt es sich, sich mit den Shortcuts deiner Bearbeitungssoftware vertraut zu machen. Diese kleinen Abkürzungen erleichtern dir die Navigation und ermöglichen es dir, dich voll und ganz auf die kreative Arbeit zu konzentrieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass du dir über deinen eigenen Stil klar wirst. In der Pferdefotografie, wie auch in der Bildbearbeitung, geht es nicht nur um technische Perfektion, sondern auch darum, eine persönliche Handschrift zu entwickeln. Überlege dir, welche Stimmung du in deinen Bildern einfangen möchtest. Möchtest du eine natürliche und unaufdringliche Wirkung erzielen, oder bevorzugst du dramatische und ausdrucksstarke Looks? Dein Stil sollte sich in jeder Phase der Bildbearbeitung widerspiegeln, damit deine Fotos einen Wiedererkennungswert bekommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bildbearbeitung ein unverzichtbarer Bestandteil der Pferdefotografie ist. Sie hilft dir, die Schönheit und Eleganz des Pferdes einzufangen und deine Bilder auf ein neues Niveau zu heben. Dabei ist es wichtig, mit Bedacht vorzugehen und die Werkzeuge, die dir zur Verfügung stehen, gezielt einzusetzen. Mit etwas Übung und einem klaren Verständnis für deinen eigenen Stil kannst du aus jedem Foto das Beste herausholen und die einzigartige Verbindung zwischen Mensch und Pferd auf eine emotionale und ästhetische Weise darstellen. Die Bildbearbeitung ist eine Kunst für sich – und in der Pferdefotografie ein Schlüssel zum Erfolg.

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